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Fahrten und Events

 

Auf großer Fahrt 2009 (Teil 1 - Von Maurik bis Delfzijl)

11.07.2009

Es ist so weit. Im Hafen von Maurik sind alle Formalitäten erledigt. An Bord ist Reisegepäck, Proviant usw. verstaut. Die Technik noch mal kontrollieren. Wasser-, Dieseltank und Gasflaschen sind voll.

Leinen los !

Um 14.00 Uhr legen wir ab. Den Nederrijn Stromauf Richtung Arnhem. Was heißt Stromauf? Die Staustufe in Amerongen ist komplett dicht, dass heißt, nahezu stehendes Gewässer und kaum Strömung auf dem Fluss.
Entsprechend gut kommen wir voran.

Die riesige Schleuse Amerongen und wir ganz alleine, dachten wir ...

.... und dann wurde es doch noch voll

Nach gut einer Stunde ist Rhenen erreicht. Schon von weitem können wir sehen, und auch hören, in Rhenen ist Kirmes oder besser, der letzte Tag der Rijnweek. Rijnweek in Rhenen bedeutet auch immer, jede Menge Live Musik mit Stars, die in Holland Rang und Namen haben. Für den Abschlussabend angesagt waren u.a. der Newcomer van Velzen und Kultstar Guus Meeuvis. Am Passantensteiger, direkt vor dem Festgelände war genau noch ein Platz frei. Also, Fender raus, Leinen klar zum Anlegen.

Weit sind wir ja nicht gekommen am ersten Tag, wurden dafür aber mit herrlichen Liveacts entschädigt. Van Velzen mit fetzigen Rock und guten Rockballaden, Guus, in Holland auch der Inspector genannt, mit einer Mischung aus seinem neusten Repertoire und alten Ohrwürmern. Mit uns waren ca. 50000 Menschen vor der Bühne hellauf begeistert.

Van Velzen

Guus Meeuvis

Riesen Bühne und gut 50 000 begeisterte Menschen bei der Rijnweek

12.07.2009

Nach einem ausgiebigem Frühstück ging es zeitig weiter, schließlich wollten wir einiges an Fahrt vom Vortag wieder wett machen. Nur schade, dass sich das Wetter verschlechtert hat. Bei zeitweisen Nieselregen, unterbrochen von kräftigen Schauern kamen wir aber wie erhofft gut voran.

Das letzte Stück Niederrhein, von Driel bis zum Abzweig zur Gelderse Ijssel, nimmt die Strömung doch um einiges zu. Ab der Ijssel hatten wir dafür aber sehr kräftige Strömung von Achtern. Mit teilweise mehr als 16 km/h passierten wir Doesburg, Zuiphten und den Abzweig zum Twente Kanal.

Doesburg an der Ijssel

Mit Volldampf die Gelderse Ijssel herunter

Bei Stromkilometer 936,5 fanden wir an der Steuerbordseite unseren kleinen See, den wir eigentlich immer zum Übernachten anlaufen, wenn wir in der Nähe sind.

13.07.2009

Wir haben etwas länger geschlafen. Merkwürdig, wo doch schon seit den frühen Morgenstunden die Sonnen auf unser Kojenfenster scheint. Aber eigentlich kennen wir das schon, die erste Urlaubswoche haben wir immer die Schlafkrankheit.

Jedenfalls haben wir bis zum Abend wieder unser selbst gestecktes Ziel nicht erreicht. Hinter der Schleuse in Zwolle war erstmal Schluss.

 

14.07.2009

Am Meppeler Diep, kurz vor Meppel, kenne ich eine gute Stelle zum Aalangeln. Okay, bei etwa 2 Fahrstunden konnten wir so keinen Boden gutmachen, aber eine Nacht dort angeln war vorher schon eingeplant. Was soll's, der Zeitplan war sowieso schon für die Tonne. Also kommt es nun auch nicht mehr drauf an.

In der Schleuse Zwolle

Was die Störche gefangen haben,weiß ich nicht so genau. Ich hatte jedenfalls morgens 7 gute Aale im Kescher. Was macht es da schon aus, wenn wir in unserem Reiseplan mittlerweile 2 Tage hinter unserem Soll liegen.

15.07. bis 16.07.2009

Zuerst in Meppel Diesel tanken, einkaufen duschen und dann weiter zur Drenthse Hoofgvaart Richtung Assen. Die Strecke sind wir schon einige Male gefahren, allerdings immer in der Vor- oder Nachsaison. In der Hauptsaison ist diese Passage eine Katastrophe, Es sei denn, man hat jede Menge Zeit oder Nerven wie Drahtseile. 6 Minischleusen, Abmessung 27 m lang und 6 m breit und eine Unmenge an Hebebrücken versprachen immer wieder Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Dazu Bedienzeiten von 8.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 17.00 Uhr.

Klasse, bis Assen sind es knapp 50 km. Fahrzeit: anderthalb Tage.

Teilweise schnurgeradeaus verläuft die Hoofgvaart durch die Provinz Drenthse

17.07.2009

Wir mussten nun reagieren. Morgens um 8.00 Uhr war die Maschine bereits warm gelaufen und mit der ersten Schleusung ließen wir Assen hinter uns. Frühstück gab es zwischen durch und so erreichten wir um 11.30 Uhr die Provinzhauptstadt Groningen.

Die weiße Gischt im Heckwasser zeigt uns, das Wasser der Eems ist hier, nahe bei Delfzijl, schon stark salzhaltig

 

Unser geplanter Landgang in Groningen wurde kurzum gestrichen und es ging gleich weiter über den Eemskanal nach Delfzijl.

Aber auch hier kein Aufenthalt, sondern gleich weiter durch die Seeschleuse raus auf den Dollart.

Wir wollten unbedingt das auflaufende Wasser für uns nutzen. Unser GPS zeigte uns 16 bis 18 km/h Fahrt über Grund an. Die Gezeitenströmungen muss demnach bei 4 bis 6 km/h liegen.

 

 

Wie sehr wir in den folgenden Tagen von dem Einfluss der Tide abhängig waren, erfahrt ihr im Teil 2 dieses Urlaubsberichtes.

Hinaus auf den Dollart ....

 

 
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