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Windjammer

Die Tall-Ships

Sedow

Bereits im April 1919 erhielt die Friedrich Krupp Germaniawerft in Kiel den Autrag von der Bremer Reederei F.A. Vinnen Co. zum Bau eines neuen Motorsegelschiffes. Das Schiff lief am 23.März 1921 als Magdalene Vinnen II vom Stapel und war damit der größte Motorsegler der Welt.

Nach dem Krieg gelangte der Großsegler im Mai 1945 zuerst in britischen Besitz und wurde am 20.Dez.1945 an die Russen übergeben (Heimathafen zunächst Odessa). Seit dieser Zeit trägt der Viermaster den Namen des russischen Polarforschers "Georgij Sedov".

Seit 1991 ist die "Staatliche Technische Universität Murmansk", vormals "Staatliche Akademie der Fischereiflotte" Eigner des Schulschiffes. Auf Grund der extremen Winterkälte im nördl. des Polarkreis gelegenen Heimathafens ist man immer bemüht, das Schiff im Winter in westeuropäischen bzw. deutschen Häfen überwintern zu lassen (z.B. Warnemünde 2003/04 und 2004/05.

Viermast Bark

Länge über alles: 117,5 m

Breite: 14,9 m

Tiefgang: 6,5 m

Max. Masthhöhe ü. Deck: 58,0 m

Bruttoregisterzahl: 3.476 to

Segelfläche: 4.195 m²

Geschw. unter Maschine: 8 kn

Geschw. unter Segel: über 18 kn

Crew: 55 - 60 Mann

Kadetten: max. 110

Nation: RUS

Heimathafen: Murmansk

Eigner: sowjet. Fischereiministerium

Sedow und Mir am Kai

Der zwischenzeitlich zur "Kommodore Johnsen" umgetaufte Frachtsegler wäre im März 1934 auf der Rückreise von Buenos Aires nach Hamburg vor den Azoren im schweren Sturm, der sich im Verlauf zu einem Hurrikan steigerte, fast gesunken. Die Ladung, 4.963 Tonnen Weizen als Schüttgut, hatte sich unter der Luke III verschoben und brachten das Schiff auf eine bedrohliche Kränkung von 56°. Der Kapitän Otto Lehmberg funkte schließlich SOS und der niederländische Frachter Sliedrecht und der deutsche Tanker Winkler eilten zu Hilfe. In letzter Not ließ man vom Tanker Öl in die tobende See laufen, um die Wasseroberfläche zu beruhigen. Gegen Abend flaute der Sturm ein wenig ab, so das die Besatzung die Ladung soweit umtrimmen konnte und die Kränkung des Schiffes auf ein ungefährliche Maß reduziert war. Mit eigener Kraft konnte die Reise fortsetzen werden.

Dieser Vorfall ereignete sich fast exakt 20 Jahre vor dem Untergang der Pamir, die mit ähnlichen Problemen gesunken ist.

Nicht von ungefähr wurde die Sedow im Sommer 2005 als Drehort für den Fernsehfilm "Der Untergang der Pamir" ausgewählt. Hierzu musste der vorher weiße Rumpf der Sedov eigens dafür in die Farben schwarz Rumpf mit rotem Unterwasserschiff und weißem Wasserpass gestrichen werden, den traditionellen Farben der Schiffe die damals für ihre Flying P-Liner berühmten Reederei F. Laeisz unterwegs waren, zu denen die Pamir einst gehörte. Nach Abschluss der Dreharbeiten behielt die Sedov ihre neuen Rumpffarben.

 
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